Eine neue Zeitrechnung auf dem Balkan

Zagrebtrans mit ihren drei FlexMAX 2+4 Nachläufer-Kombinationen mit Flügeladaptern.

Wie an der Schnur gezogen liegen die Windflügel im Hafen von Ploče. Der kroatische Hafen hat sich zu einem wichtigen Umschlagplatz für Windkraft-Komponenten auf dem Balkan entwickelt. Denn auch in Südosteuropa schreitet der Ausbau erneuerbarer Energien mit großen Schritten voran. Mittendrin in diesem Bereich: die Firma Zagrebtrans mit ihren drei FlexMAX 2+4 Nachläufer-Kombinationen mit Flügeladaptern. Es sind die ersten ihrer Art auf dem Balkan.

Die Dimensionen der bereitliegenden Rotorblätter sind beeindruckend: Jeder einzelne Flügel misst 81,5 Meter Länge bei einem Gewicht von 26 Tonnen. Sicher verstaut in Stahlgittergestellen werden die sensiblen Komponenten per Kran entnommen und punktgenau auf die wartenden Transportkombinationen verladen. Zum Start zeigt sich das Wetter von seiner rauen Seite. Große Regenpfützen sammeln sich auf dem unebenen Hafengelände. Doch ohnehin ist noch Geduld gefragt, denn der Konvoi startet erst bei Einbruch der Dunkelheit.

Präzisionsarbeit beginnt bei Nacht

Die Route führt vom Hafen Ploče bis zum Windpark nahe Tomislavgrad in Bosnien-Herzegowina. Rund 140 Kilometer durch eine der windreichsten Regionen der Herzegowina. Entsprechend konzentrieren sich hier zahlreiche Energieprojekte, viele bereits in Betrieb, andere noch im Bau oder in Planung. 

Besonders anspruchsvoll wird es nach der Autobahnabfahrt in Richtung der Kreuzung Čaporice sowie auf der Strecke nach Trilj. „Die langen Gespanne müssen mit viel Augenmaß durch enge Kurven gesteuert werden. Dabei ist die Nachlenkung eines Nachläufers extrem nützlich. Gerade diese Passagen bleiben in Erinnerung“, berichtet Frano Šarić, Director Operative & Director of Engineering bei Zagrebtrans.

Nur Nachläufer mit Flügeladapter ermöglichen die notwendige Wendigkeit für Rotorblätter dieser Größenordnung. „Gleichzeitig sorgt die FlexMAX-Konfiguration für einen geringeren Blattüberstand, wodurch Hindernisse entlang der Strecke sicher umfahren und Kreisverkehre passiert werden können – ohne Schäden an der Infrastruktur. Und der starke Hub hilft überall dort, wo Hindernisse, Kuppen oder Kreisverkehre
zusätzliche Bodenfreiheit verlangen“, so Frano Šarić.

Wendigkeit als Schlüssel zum Erfolg

Nach der Grenzüberfahrt nach Bosnien bleibt die Strecke herausfordernd. Leicht bergiges Gelände, enge Kurven und anspruchsvolle Passagen verlangen den Fahrern höchste Konzentration ab. Für die vorbeiziehenden Gewässer bleibt oft nur ein kurzer Blick, denn bis zum Windpark warten weitere knifflige Abschnitte – darunter eine finale 90-Grad-Einfahrt bis direkt zum Abladeort.

„Die einfache Handhabung und insbesondere der After-Sales-Support haben uns überzeugt. Dass ein Faymonville-Ingenieur bereits bei der ersten Beladung des Rotorblatts vor Ort unterstützt hat – das ist echte Partnerschaft“, so Frano Šarić abschließend zu dieser neuen Erfahrung. 

Veröffentlichung: 08/2026

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